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Museum für Thüringer Volkskunde
   
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Förderverein Museum für Thüringer Volkskunde e. V.: Die Jahre 2012 und 2011 im Rückblick

Seit 24. November 2012 bis April 2013:
Der Verein fördert die Sonderausstellung "Amplonius: Die Zeit. Der Mensch. Die Stiftung. 600 Jahre Bibliotheca Amploniana in Erfurt" – ein gemeinsames Projekt des Museums mit der Universität Erfurt und offizieller Beitrag zur Luther Dekade. An der Begleitpublikation wirken Mitglieder des Fördervereins mit!

Amplonius: Die Zeit. Der Mensch. Die Stiftung. Amplonius: Die Zeit. Der Mensch. Die Stiftung.

22. September 2012:
Die alljährliche gemeinsame Exkursion mit dem Förderverein des Stadtmuseums wird in diesem Jahr von unserem Verein organisiert. Sie führt nach Kranichfeld, wo das Ober- und Unterschloss, der neue Aussichtsturm sowie das Baumbachhaus besichtigt werden. Daran schließt sich ein Abstecher nach Kleinhettstedt an mit Besichtigung der dortigen Senfmühle.

8. Mai 2012:
Jahresmitgliederversammlung mit Bericht über die Mitgliederbewegung (ein Mitglied verließ leider den Verein, 3 neue Mitglieder wurden begrüßt!) sowie Informationen zu Kassenstand und jährlicher Kassenprüfung, die, wie stets, ohne Beanstandungen verlief. Herzlichen Dank an Frau Schreck, die auch in diesem Jahr die Prüfung vornahm! Und herzlichen Dank an alle unsere Mitglieder für Ihre engagierte Arbeit und für so manchen Spendeneuro zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag! Der Vorstand wurde wiedergewählt!

Mai bis September 2012:
Wiederum wird zur Langen Nacht eine neue Sonderausstellung eröffnet: "Der schönste Tag im Leben?! Betrachtungen rund um die Hochzeit". Vorab wird im Einkaufszentrum Anger 1 bereits sehr erfolgreich eine kleine Ausstellung des Museums zum Thema gezeigt – "bestückt" mit Leihgaben und Fotos aus dem eigenen Bestand und von privaten Leihgebern. Sowohl die Lange Nacht als auch die Ausstellung werden vom Förderverein finanziell unterstützt. Buchbasar und Büfett, welche Mitglieder des Vereins zur Langen Nacht anbieten, stoßen auf großes Interesse und kommen den Einnahmen des Vereins zugute!

Lange Nacht 2012

Ab Dezember 2011:
Unterstützung der Ausstellung der Bühnenbildnerin Marlis Knoblauch, die von der Adventszeit an bis zum Frühjahr 2012 Besucher begeistert: "Frühstück unterm Eulenbaum. Zauberhafte Märchenwelten von Marlis Knoblauch".

Oktober 2011:
Der Verein besucht das Angermuseum. Frau Dr. Krautwurst stellte die Sonderausstellung "Ein Jahrtausend Elfenbein" vor.

September und Oktober 2011:
Eröffnung eines weiteren Teiles der neuen Dauerausstellungen "Bemalte Möbel: Produktion. Gebrauch. Interpretation" – in bewährter Weise fördert der Verein dieses Projekt. Anlässlich der Denkmalwoche bieten Frau Dr. Moritz, Frau Kosicki und Frau Dr. Steiner-Sohn exklusive Führungen durch die neue Ausstellung sowie zur Geschichte des Gebäudekomplexes Großes Hospital an. Die Schenkung Keramik Fridel Uta Schmidt geht in das Eigentum des Museums über.

Mai 2011:
Dem Sammlungsbestand des Museums steht eine wertvolle Bereicherung in Aussicht: Fridel Uta Schmidt, langjähriges Mitglied unseres Fördervereins, übereignet dem Museum zahlreiche Gefäß- und Zierkeramiken aus ihrem langjährigen Werkstattschaffen. Diese markieren wichtige Zäsuren in ihrer Biografie und ihrem persönlichen künstlerischen Werdegang. Darüber hinaus öffnen die Objekte den Blick auf Entstehung und Wirken der Kunsthandwerkerbewegung in der früheren DDR, besonders im vormaligen Bezirk Erfurt: bislang ein kaum bearbeitetes kulturgeschichtliches Forschungsfeld. Herzlichen Dank an Fridel Uta Schmidt!

Mai bis Oktober 2011:
Auf große Publikumsresonanz stößt die Ausstellung des Museums, welche zur Langen Nacht eröffnet wird: "Auf den Hund gekommen. Kulturgeschichtliches zu einem besonderen Haustier" Sowohl die Ausstellung mit Begleitprogramm als auch die Lange Nacht (Büfett und Buchbasar von und zugunsten des Fördervereins) werden von unseren Mitgliedern tatkräftig finanziell und durch persönlichen Einsatz unterstützt! Herzlichen Dank!

Dezember 2010 bis April 2011:
Unser Förderverein unterstützt Ausstellung und Publikation "Neuer Glanz in alten Formen. Die Porzellanmanufaktur Reichenbach". Beides ist Bestandteil des vom Museumsverband koordinierten Landesprojektes "250 Jahre Thüringer Porzellan", welches unter Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen, Frau Christine Lieberknecht, steht.

 

Fördermittelantrag des Fördervereins Museum für Thüringer Volkskunde
e. V. bewilligt: Die Sparkassenstiftung Erfurt ermöglicht dem Museum Erweiterung des Sammlungsbestandes

Seit nunmehr 10 Jahren ist der Sammlungsbestand an Keramik des Volkskundemuseums in der besonderen Form eines Schaudepots in den historischen Gewölbekellern des Hauses nach Voranmeldung Besuchern zugänglich. Dank Finanzzuschusses der Sparkassenstiftung Erfurt, welchen der Förderverein des Museums durch Eigenmittel ergänzte, konnte diese Sammlung per Ankauf um einige „Porzellan-Schätze“ erweitert werden: Dazu gehören beispielsweise Tierplastiken aus den 1950er Jahren, entworfen für und hergestellt in der Thüringer Porzellanmanufaktur Wallendorf.

Weiterhin kam das Museum dank der Zuwendung in den Besitz von Teilen des in diesem Dekor kaum noch erhältlichen Mokkaservice „Fatima“. Dieses Service, 1962 entworfen, widerspiegelt eine wichtige Etappe in der Firmengeschichte seines Herstellers, der Porzellanmanufaktur Reichenbach. Diese Geschirrserie gehörte bis in die 1980er Jahre zu den „Exportschlagern“ der Manufaktur. Besonders erfreulich ist der gelungene Ankauf speziell dieser Objekte einer Privatsammlung, da sich das Museum momentan in seiner Sonderausstellung „Neuer Glanz in alten Formen: Die Porzellanmanufaktur Reichenbach“ der Geschichte und Gegenwart Reichenbachs zuwendet.

Herzlichen Dank der Sparkassenstiftung Erfurt und den Mitgliedern des Fördervereins für die Finanzierung dieser Ankäufe. Sie bringen das Haus seinem Ziel näher, neben dem aussagekräftigen Bestand an handwerklich hergestellter Geschirrkeramik schrittweise auch den Porzellan- und Steingutbestand vor allem durch Erzeugnisse Thüringer Provenienz auszubauen.

Fördermittel Fördermittel Fördermittel

Im Mai 2010 ermöglichte der Förderverein
den Erwerb eines für die Geschichte unseres Hauses wichtigen
Gemäldes aus Privatbesitz:



Porträt des Pfarrers Christoph Floccius (1606-1681)
Porträt des Pfarrers Christoph Floccius (1606-1681)

Öl auf Leinwand
um 1660

ca. 39, 5 x 27,5 cm, Verso alt beschriftet:
„Plumirum [recte: „Plurimum“] Reverend, AC / Doctissim, Dominus Christopho- / rus Floccius;Novem Lustris De Ecclesi(is) / Nimirum Atzmansdorfensi, Vargulana. / Et Xenodochica [recte: „Xenodochia“=Hospitalkirche] Huiat 39. Ann: Optime / Meritus Pastor. Nat. d. 14 April: 1606. Denat. / d. 4. Sept: 1681.“

Christoph Floccius (latinisiert für „Fluck“),14. April 1606 – 4. September 1681,
war gebürtig aus Großvargula (Thüringen).

Am 18. März 1642 wurde Floccius als Pfarrer des Großen und Kleinen Hospitals
zu Erfurt sowie des dortigen Lazaretts eingeführt
und hierin am 24. Juli 1642 bestätigt.
Dort wirkte Floccius während der kommenden 39 Jahre mit einer kurzen
Unterbrechung im Jahre 1667/68 bis zu seinem Tod am 4. September 1681!
Er wurde am 8. September in der Großen Hospitalkirche bestattet.
(Frdl. Auskunft seitens Dr. Benl, Leiter des Erfurter Stadtarchivs)

Nicht nur, dass mittels dieses Porträts die Geschicke des Hospitals während des Dreißigjährigen Krieges plastischer werden, das Gemälde korrespondiert auch wunderbar mit der Ihnen allen bekannten - vor einigen Jahren entdeckten und restaurierten - Wandmalerei von 1678 im 1. Obergeschoß des Herrenhauses, wo sich vermutlich damals die Amtsstube des Spitalmeisters befand. Diese Wandmalerei entstand während der Amtszeit des Spitalpfarrers Floccius, von dem wir nun ein Porträt besitzen! Vielleicht – aber das ist vorerst Spekulation - war der alteingesessene Hospitalpfarrer Floccius ja nicht unbeteiligt an der Idee, den zu dieser Zeit wohl häufig wechselnden und nicht gerade uneigennützig wirtschaftenden Spitalmeistern per Wandbild das Vorbild des allzeit wachsamen Kranichs vorzuführen … Wir würden uns freuen, wenn eines unserer Fördervereinsmitglieder sich auf weitere Spurensuche im Archiv begibt!

Das Gemälde wird inzwischen restauratorisch unter die Lupe genommen und
bekommt dann natürlich einen exponierten Platz in unserem Haus!

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