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Museum für Thüringer Volkskunde
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Ständige Ausstellungen

erfahren – verändern – beharren
Die Ausstellung betrachtet ihren Gegenstand nicht in chronologischer Abfolge, sondern spiegelt die Entwicklungen, Veränderungen, aber auch das versuchte Festhalten am Bewährten wider – in strikter Abkehr von gewohnten Klischees: Das Dorf war weder die gute alte heile Welt noch die vermeintliche Inkarnation von Rückständigkeit. Mit einer Vielzahl von Exponaten und Gestaltungsmitteln wird den Besuchern ein komplexes wie kompliziertes Themenspektrum nahe gebracht. Wie ein Puzzle formen die einzelnen Ausstellungsabschnitte ein Bild über Thüringer Dorfleben im 19. Jahrhundert, über gelebte Werte, den Wandel von Technologien, über Krisen und Glücksmomente. Familien- und Einzelschicksale konkretisieren und emotionalisieren das Gesehene und Gelesene.

( siehe Publikationen )

Ein Säkulum im Schrank
Eine besondere Besucherattraktion bildet der auf zwei Etagen verteilte Jahrhundertschrank mit insgesamt 101 Schubfächern, die ausdrücklich berührt und geöffnet werden dürfen. Beim Aufziehen eines Faches erfährt man, was es im betreffenden Jahr an „großen“ und an „kleinen“, nur für einen bestimmten Ort oder eine einzige Person wichtigen Ereignissen gegeben hat – illustriert durch Objekte, Archivalien, Tondokumente oder Fotos. Von diesem „Fund“ ausgehend, kann man sich durch die Ausstellung und durch das ganze Haus leiten lassen...
Virtuelles Volksleben:
Thüringer Trachtenpuppen

Trachtenpuppen werden allgemein unter dem Aspekt der „Trachtenkunde“ gesehen; für viele sind sie eine Art „plastischer“ Trachtengrafik. Dieser Anspruch auf „Originalität“ ist jedoch ebenso zu hinterfragen wie ihr Quellenwert zur Erforschung ländlichen Kleidungsverhaltens. Vielmehr sagen solche Objekte etwas aus über den städtisch-bürgerlichen Blick auf Dorf und Dorfbewohner, der ein idealiserender war (und ist).
Das Museum für Thüringer Volkskunde besitzt ein größeres Konvolut an Trachtenpuppen von hohem Schauwert, die historische Kleidungs-formen aus verschiedenen Landschaften Thüringens repräsentieren. Die ältesten Exemplare stammen aus der Zeit um 1890, die jüngsten entstanden um das Jahr 2000. Viele davon werden jetzt ständig gezeigt – und neu interpretiert.

( siehe Publikationen )

Alles Tracht?
Ländliche Kleidung im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert.

Bedingt durch Industrialisierung und Urbanisierung gleichen sich im 19. Jahrhundert städtische und ländliche Kleidungsstile zunehmend an. Daneben bilden sich Trachten heraus: als regionalspezifische bäuerliche Kleidung. Obwohl in der Regel nur zu herausgehobenen Anlässen angelegt, erfahren Trachten in der Folgezeit eine dezidierte Stilisierung und Ideologisierung. Sie werden zum Bestandteil einer heilen ländlichen Gegenwelt. Zielgerichtete Maßnahmen zur Trachtenerhaltung und Trachtenerneuerung schließen sich an. Neben (Fest)Trachten und -accessoires aus verschiedenen Thüringer Landschaften präsentiert die Ausstellung auch Kleidungsstücke einer 1905 geborenen Südthüringerin – fern jeder Trachtenromantik

(siehe Publikationen)

Bemalte Möbel. Produktion-Gebrauch-Interpretation

Das Museum für Thüringer Volkskunde besitzt eine der deutschlandweit größten Sammlungen an bemalten Möbeln - von wuchtigen Schränken bis hin zu Miniaturtruhen. Die meisten der Objekte sind auffällig verziert, andere tragen lediglich einen deckenden Anstrich. Als vermeintliche "Bauernmöbel" prägen sie bis heute Vorstellungen von traditionell-ländlichem Mobiliar. Die ältesten Stücke stammen aus dem 18. Jahrhundert, die jüngsten aus den 1980er Jahren.

Viele davon sind jetzt dauerhaft zu sehen: erstmals wissenschaftlich bearbeitet und umfassend restauriert. In der Ausstellung ist aber auch zu erfahren, wer die Möbel einst angefertigt, erworben und benutzt hat, warum sie plötzlich nicht mehr gefragt waren, wie sie ins Museum gelangt sind, was sie für Geheimnisse bergen, welche Sehnsüchte sich mit ihnen verbinden und vieles andere mehr - ausgebreitet vor dem Hintergrund großer gesellschaftlicher Veränderungen.

( siehe Publikationen )

IN VORBEREITUNG:
Handwerk-Hausindustrie-Fabrik.
Ländliches Erwerbsleben im
19. Jahrhundert

Ein Einstieg in die Thematik wird bereits in der ersten Ausstellungsetage geboten.